Reichtum ist, wenn man über seine eigene Zeit herrscht.
Peter Hoeg



"Ein freier, denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt; oder wenn
er bleibt, so bleibt er aus Gründen, aus Wahl des Bessern.“
Heinrich von Kleist an seine Schwester Ulrike
Frankfurt (Oder), Mai 1799


Auf diesen Seiten setze ich mich ein klein wenig mit dem auseinander, das mir Stoff zu meinem schriftstellerischen Arbeiten anbietet. Die Form von gewiß sehr persönlicher Wahrnehmung und deren Umsetzung erfolgt überwiegend auf dichterische Art und Weise. So werden zwangsläufig vermeintlich erkannte oder unterstellte Ähnlichkeiten stets der Perspektive der so (wohl auch gerne falsch) Urteilenden zuzuordnen sein; Ähnlichkeiten sind also rein zufällig, auch wenn sie naturgegebenermaßen sich immer wieder an der gesellschaftlichen und persönlichen Sphäre von Wirklichkeit spiegeln lassen dürften.

Des weiteren widme ich einen kleinen Teil meiner Arbeit auf diesen Seiten der und meinen Erinnerung an Heinrich von Kleist, den ich sehr bewundere, eher noch zunehmend, und der meines Erachtens, ungeachtet seiner damaligen Selbsteinschätzung, so manche deutsche literarische Größe, die ihm wohl seinerzeit höher dünkte, gleichwohl weit überragte.
Das Werk und Wirken Heinrich von Kleists hatte ich einmal als Schwerpunktthema in einer Deutschprüfung zum sogenannten Begabtenabitur gewählt und seitdem hat mich die Beschäftigung mit ihm immer mehr fasziniert.

Grauheit, der gewählte Titel dieser Webseite, bezieht sich übrigens nicht auf diesen großartigen Dichter, sondern auf meine Idee -- hier mit dem Versuch sie umzusetzen --, Wahrnehmungen gesellschaftlicher und personenbezogener Betriebsamkeit ihrer häufig oft so üblichen euphemistischen Hülle zu entkleiden und das sich dann als übrigbleibender Kern zeigende Grau zu be- und zu verarbeiten. Alles, wie gesagt, freilich nur ein Versuch ...

Und auch ein kleiner Anteil an besonderer Reminiszenz soll hier seinen Platz erhalten: Unter Webrückblicke werden zukünftig ausgewählte Inhalte aufgegebener Webpräsenzen noch einmal gegenwärtig.

Wichtige, zugleich auch zusammenfassende Anmerkung:

Auf allen meinen Seiten steht mein schriftstellerisches Arbeiten im Vordergrund. Zweifellos ist schriftstellerisches Tun nach meinem Dafürhalten auch gesellschaftliche und somit ebenfalls politische Aktivität. Meine Darstellung(en) sind als Gesamt zu sehen, auch wenn sie je nach Sichtweise und Anstrengungsbereitschaft nur selektiv wahrgenommen werden sollten. Meine Texte werden durch Auszüge mit Quellenangaben ergänzt oder auch kritisch hinterfragt, sollen durch Bilder und Gedichte sowie mittels anderer schriftstellerischer Ausdrucksformen die Kenntnisnahme meiner eigenen Gedanken und Sichtweisen erhellen helfen, insbesondere soll das Gesamt meiner Darstellung der Entwicklung eigener Gedanken dienen. Kritische Auseinandersetzungen sind mir allemal lieber als gedankenarmer affirmativer Beifall! Aphorismen, Zitate und Beobachtungen von Zeitzeugen (neuerer oder längst vergangener Perioden) sowie anderen umfassend oder auch nur partiell herausragenden Personen haben insofern in meinen Ausführungen “dienende” Funktion – allerdings sind sie jeweils in der von mir gesehenen Wesentlichkeit und Erläuterungsqualität ausgesucht und positioniert. Ich wünsche jedenfalls viel Interesse an und viel Spaß mit meiner Arbeit ...

Straße von St. Coloman nach Hohenschwangau (der weiße Nebelstreifen ist Folge des Schneekanoneneinsatzes am Tegelberg)